03/2010
Schlesische Geschichtsblätter
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Der 1846 in Breslau begründete Verein für Geschichte Schlesiens zählte vor dem Zweiten Weltkrieg zu den wichtigsten deutschen Geschichts- und Altertumsvereinen, dessen wissenschaftliche Autorität weit über die Fachwelt hinausstrahlte, der aber mit dem Ende des Krieges seine Tätigkeit einstellen musste. Erst 1971 wiederbegründet, sollte es noch einmal Jahrzehnte dauern, bis 2010 die „Schlesischen Geschichtsblätter“ als bedeutende vereinseigene Zeitschrift für regionalhistorische Fragestellungen wieder erscheinen.
Grundidee des neuen Designs der wiederaufgelegten Zeitschrift war, die von den damaligen satztechnischen Einschränkungen und dem typografischen Zeitgeist beeinflussten Merkmale aufzunehmen und mit Details anzureichern, die uns heutige Schriftentwürfe im digitalen Satz liefern. So zeichneten wir nach Vorlagen alter Umschlagblätter eine neue Titeltypografie und schufen auch eine neue Umzeichnung des historischen Siegels (mit Ole Häntzschel), von dem nur noch ein alter Stempelabdruck vorlag. Auch auf die heute übliche Registerhaltigkeit haben wir aus diesen Gründen verzichtet (ermöglicht durch die Opazität des guten „Fly“-Papiers) und Absätze wie Fußnoten mit damals gängigen harmonischen Abständen getrennt.
Die ohne Umbruch in einem Block gesetzten Einzelfußnoten, so wie sie in den Originalheften der früheren Jahrgänge von 1908–1943 zeitweise auftauchen, sind ein gutes Beispiel dafür, wie eine ästhetische und häufig platzsparende Satztechnik fast völlig verschwand, weil der Automatismus der Satzprogramme das manuelle Setzen in dieser Form verdrängt hat.
Kunde: Verein für Geschichte Schlesiens e.V., Würzburg
11/2009
Anthologie „Seidenspinner“
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Der Verein Schreibende Schüler unterhält in Brandenburg eine Reihe von Schreibwerkstätten, in denen Kinder und Jugendliche sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit Literatur beschäftigen. Aus der Bernauer Werkstatt stammt nun die aktuelle Anthologie des Vereins. Herausgegeben von Ulrike Erdmann und Antje Samoray sind auf 72 Seiten bunte Kurzgeschichten junger Autoren von zehn bis vierzehn Jahren zu finden. Zwölf gestaltete die Publikation und erarbeitete in Workshops mit den Studenten der Klasse von Prof. Hans-Jörg Kotulla der FH Potsdam das Projekt.
Enthalten sind Illustrationen von Felix Barthel, Athur Buliz, Martin Dziallas, Yeni Harkányi, Lucas Hasselmann, Marcel Kläber, Ines Kramaric, Susana MacLoughlin, Ksenia Mozhayskaya, Kathlen Pieritz, Josephin Sachs, Jasmin Wirthgen und Ulrike Zöllner. Gesetzt wurde das Büchlein in der „North“ (Lazydogs) der dänischen Typografin und Schriftschneiderin Trine Rask.
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Wie auch schon im Jahr davor gestalteten wir die mit »sed roq« betitelte Ausstellung der Meisterschüler der Hochschule für Künste Bremen in der Städischen Galerie am Buntentor. Die neun typografisch minimal durchgestalteten Einzelhefte werden in einem Schuber zusammengehalten.
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Philip Emde ist Künstler. Wir gestalteten und produzierten mit ihm die Reproduktion drei seiner Skizzenbücher, wenn auch deren Inhalte der Beschreibung trotzen, da sie in ihrer Qualität weit über Sketches hinausgehen; man kann schon eher von einem „Kunstbuch“ sprechen – dementsprechend hochwertig verhielt es sich mit der Herstellung.
Kunde: Philip Emde
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Das literatur- und sprachwissenschaftliche Periodikum erscheint seit 1978 zweimal jährlich und wird durch thematische Sonderbände ergänzt. Zwölf gestaltetet den von Anke Hennig und Georg Witte herausgegebenen Themenband „Der dementierte Gegenstand“, der sich mit der Rezeption der Dinglichkeit in der russischen Avantgarde beschäftigt. Der Schwerpunkt der Arbeit lag dabei auf dem komplexen mehrsprachigen Satz des Buches mit angepassten sprachtypischen Satzregeln.
Kunde: Freie Universität Berlin, Sonderforschungsbereich 626
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Die Meisterschüler der Bremer Kunsthochschule stellen in jedem Jahr in einer Ausstellung ihre Abschlussarbeiten aus. In diesem Jahr wurden wir aufgefordert, die begleitenden Kataloge zu gestalten, die sowohl für die Künstler als Einzelkataloge, als auch als zusammenfassender Ausstellungskatalog dienen sollten. Helle Typografie in einem zurückhaltendem Gestaltungsraster rückt die Werke der Absolventen in den Vordergrund. Eine durch ein Wachssiegel verschlossene Banderole mit dem Logo der Ausstellung hält die einzelnen Kataloge zusammen.
Kunde: Hochschule für Künste Bremen
04/2006
Liebling
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Kreativdirektor Götz Offergeld fand 2005: Ein neues Magazin muss her! Ein wenig an die alte „Twen“ erinnernd, viel schwarz-weiß, großformatig, rauhes Papier für Hi-Fashion-Themen. Wir entwickelten zusammen mit Floor 5 das Editorial Design mit einem strengen Gestaltungsraster und einer sehr formalen Typografie, wählten Smeijers „Arnhem“ für den Fliesstext und modifizierten eine schmale Grotesk für die Headlines. Heraus kam „Liebling“, das nicht nur in Berlin 2006 für Aufregung im Zeitschriftenmarkt sorgte. Wir sorgten auch für die sorgfältige Herstellung, der im Berliner Format gedruckten Zeitschrift, die ganz zeitungsuntypisch ohne den Mittelknick daher kommt und daher lagenweise per Hand zusammengetragen wurde.
zusammen mit Floor 5
Layout (Ausgabe 3 und 4) mit Jörg Walter (Groupe Dejour)
Kunde: Liebling Verlag
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Für den zuerst in Köln, heute in Berlin ansässigen Verlag „From Here To Fame Publishing“ unter der Leitung von Akim Walta haben wir eine Reihe Projekte für Martha Cooper gestaltet, die über Jahrzehnte den Aufstieg der Hip-Hop-Kultur dokumentiert hat und in Deutschland vor allem durch ihr 1984 mit Heny Chalfant veröffentlichtes Buch „Subway Art“ bekannt wurde.
Zur Promotion ihres 2004 veröffentlichten Buches „Hip Hop Files“ gestalteten wir für die „Bread&Butter“ eine auf 500 Exemplare limitierte, nummerierte Carhartt-Edition ihres Portfolios. „From Here To Fame“ veröffentlichte 2005 dann „Street Play“, einen von uns gestalteten Bildband mit spielenden Kindern aus dem New York der späten 70er, die ein paar Jahre später zu den ersten Hip-Hop-Protagonisten wurden.
Kunde: From Here To Fame Publishing
09/2005
Alfred Süß: Mundartwörterbuch
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Für die umfangreichste Sammlung erzgebirgischer Mundartwörter des Mundartforschers Alfred Süß war uns und dem Autor Handlichkeit und Haptik besonders wichtig, da das Produkt hauptsächlich als Geschenk erworben wird. Die aufregende Oberfläche des Umschlagpapieres, die von Robert Lakomczyk besorgten zusätzlichen Illustrationen und das kleine Format sorgten dann auch für den gewünschten Erfolg. Nach nur einem Jahr wurde eine zweite Auflage auf den Markt gebracht. Zwölf zeigte sich für das Editorial Design verantwortlich.
Illustrationen: Robert Lakomczyk, Berlin; Kartographie mit Jan Stöwe, Berlin.
Kunde: Alfred Süß (Eigenverlag), Schwarzenberg (Erzgebirge)
In Zusammenarbeit mit Zwölf Medien, Büro für Webdesign und Softwareentwicklung.
